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Anliegen · 1060 Wien

Psychotherapie für Kinder & Jugendliche

Kinder zeigen seelische Not selten in Worten, sondern im Verhalten: Rückzug, Wut, Bauchweh, Schulangst. Psychotherapie gibt der Belastung einen geschützten Raum. In der Praxis Alan in 1060 Wien arbeite ich altersgerecht und binde Eltern ein — auf Deutsch, Türkçe und English (Einheit 130 €, Stand 2026).

In meiner Praxis im 6. Bezirk begleite ich Kinder und Jugendliche altersgerecht und im Tempo des Kindes. Sie als Eltern sind dabei ein wichtiger Teil, nicht außen vor.

Erstgespräch unverbindlich · Deutsch · Türkçe · English

Was kann bei Kindern und Jugendlichen hinter dem Verhalten stecken?

Seelische Belastung sieht bei Kindern oft anders aus als bei Erwachsenen. Statt zu sagen, dass es ihnen schlecht geht, drücken sie es über ihren Körper, ihr Spiel und ihren Alltag aus.

  • Körperliche Zeichen: wiederkehrende Bauch- oder Kopfschmerzen ohne klaren medizinischen Befund, Einnässen, Schlafprobleme.
  • Im Verhalten: starker Rückzug, Reizbarkeit, plötzliche Wutausbrüche, Klammern, Ängste vor Trennung oder Schule.
  • Im Alltag: Leistungsabfall in der Schule, Streit mit Geschwistern, weniger Kontakt zu Freund:innen, Verlust von Interessen.
  • Bei Jugendlichen zusätzlich: Grübeln, Selbstzweifel, Stimmungstiefs, Fragen rund um Identität und Zugehörigkeit, Konflikte zu Hause.

Solche Reaktionen sind nachvollziehbare Antworten auf etwas, das gerade zu viel ist. Es ist kein Versagen Ihres Kindes und kein Versagen von Ihnen als Eltern.

Vielleicht erkennen Sie sich oder Ihr Kind wieder

Viele Familien melden sich, wenn der Alltag spürbar schwerer geworden ist:

  • Ihr Kind will morgens nicht mehr in die Schule und klagt regelmäßig über Bauchweh.
  • Nach einer Trennung, einem Umzug, einem Verlust oder einer Krankheit in der Familie wirkt Ihr Kind verändert.
  • Ihr Jugendlicher zieht sich ins Zimmer zurück, redet kaum noch und reagiert gereizt auf jede Frage.
  • In der Schule oder im Kindergarten wurde Ihnen rückgemeldet, dass etwas auffällt.
  • Sie merken als Eltern, dass etwas nicht stimmt, können es aber nicht greifen und wollen früh hinschauen statt abzuwarten.

Sie müssen nicht warten, bis es ganz schlimm ist. Ein erstes Gespräch hilft oft schon, die Lage zu sortieren.

Wie hilft systemische Therapie Kindern und Jugendlichen?

Ich arbeite systemisch. Das heißt, ich schaue auf das Kind und zugleich auf sein ganzes Umfeld: Familie, Schule, Freund:innen. Oft ist ein Kind das Familienmitglied, das eine Spannung am deutlichsten zeigt. Wenn wir verstehen, in welchem Zusammenhang ein Verhalten steht, lässt es sich auch leichter verändern.

In der Therapie bekommt Ihr Kind eine eigene Sprache für das, was schwer ist:

  • Bei jüngeren Kindern über Spiel, Malen, Figuren und Geschichten, weil sich vieles so leichter ausdrücken lässt als mit Worten.
  • Bei Jugendlichen im Gespräch auf Augenhöhe, ohne moralisierenden Ton, mit Respekt für ihre Sicht.

Ziel ist, dass Ihr Kind sich wieder sicherer fühlt, Belastendes einordnen kann und neue, hilfreichere Wege im Umgang mit schwierigen Situationen findet. Ich verspreche keine schnellen Lösungen. Ich biete einen ruhigen, verlässlichen Rahmen, in dem Entwicklung möglich wird.

Wie sind Eltern und Bezugspersonen eingebunden?

Kinder brauchen einen eigenen, geschützten Raum und gleichzeitig die Sicherheit, dass ihre Eltern mitdenken. Beides geht zusammen. So sieht das in der Regel aus:

  • Ein Erstgespräch mit Ihnen als Eltern, ohne Kind, um die Situation zu verstehen.
  • Ein bis zwei Kennenlern-Sitzungen mit Ihrem Kind, in seinem Tempo.
  • Regelmäßige Eltern-Reflexionsgespräche, etwa alle sechs bis acht Einheiten.
  • Was Ihr Kind in den Sitzungen erzählt, bleibt vertraulich. Wir besprechen die Themenrichtung, nicht die Details. Eine Ausnahme gibt es nur bei akuter Gefahr für Ihr Kind oder andere.

Genau diese altersgerechte Arbeit im geschützten Einzelsetting biete ich in der Einzeltherapie für Kinder und Jugendliche an. Dort finden Sie auch den genauen Ablauf.

Was kostet die Therapie — und was zahlt die Kasse?

Eine Einheit dauert 50 Minuten und kostet 130 Euro, das gilt für Sitzungen mit dem Kind ebenso wie für Eltern-Gespräche. Ich bin Wahltherapeutin, das heißt, Sie bezahlen zunächst privat und reichen die Honorarnote bei Ihrer Krankenkasse ein.

Der Kassenzuschuss funktioniert bei Kindern und Jugendlichen wie bei Erwachsenen: ÖGK 33,70 Euro, BVAEB 50,20 Euro, SVS 50,00 Euro pro Sitzung (Stand 2026). Die ärztliche Bestätigung holen Sie über die Hausärztin oder die Kinderärztin ein. Den Ablauf gehen wir im Erstgespräch in Ruhe gemeinsam durch.

Wann ist mehr als Therapie nötig?

Wenn Ihr Kind von Selbstverletzung, vom Nicht-mehr-leben-wollen spricht oder sich in akuter Gefahr befindet, warten Sie nicht. Holen Sie sofort Hilfe.

  • Im akuten Notfall: Rettung 144.
  • Rat auf Draht für Kinder, Jugendliche und Eltern: 147, rund um die Uhr, kostenlos und anonym.
  • Sozialpsychiatrischer Notdienst Wien: 01 313 30.

Psychotherapie ist eine gute Begleitung, ersetzt aber in einer akuten Krise nicht die sofortige Hilfe.

Häufige Fragen

Was Sie wissen möchten

Die häufigsten Fragen zu diesem Thema — kurz und ehrlich beantwortet.

Ab welchem Alter ist Psychotherapie für Kinder sinnvoll?

Ich arbeite mit Kindern ab etwa sechs Jahren und mit Jugendlichen bis 18. Für jüngere Kinder vermittle ich gerne an Kolleg:innen aus der Kleinkindpsychotherapie weiter. Im Erstgespräch klären wir, ob mein Angebot für Ihr Kind das Richtige ist.

Was kostet eine Therapie für Kinder oder Jugendliche in Wien?

Eine Einheit kostet 130 Euro für 50 Minuten, ebenso die Eltern-Gespräche. Als Wahltherapeutin rechne ich privat ab. Mit dem Kassenzuschuss (ÖGK 33,70 €, BVAEB 50,20 €, SVS 50,00 € pro Einheit, Stand 2026) liegen die Nettokosten niedriger.

Übernimmt die Krankenkasse einen Zuschuss auch für Kinder?

Ja. Der Zuschuss funktioniert wie bei Erwachsenen. Sie reichen die Honorarnote bei Ihrer Krankenkasse ein und erhalten einen Teilbetrag zurück. Die ärztliche Bestätigung holen Sie über die Hausärztin oder Kinderärztin ein.

Erfahre ich als Elternteil, worüber mein Kind in der Therapie spricht?

Die Inhalte der Sitzungen sind grundsätzlich vertraulich, das schützt das Vertrauen Ihres Kindes. In regelmäßigen Eltern-Gesprächen besprechen wir die Themenrichtung und wie Sie unterstützen können, nicht die Details. Eine Ausnahme gibt es nur bei akuter Gefahr.

Was ist, wenn mein Kind oder mein Jugendlicher gar nicht zur Therapie will?

Das ist häufig und kein Hindernis. Manchmal hilft ein einmaliges Kennenlernen ohne Verpflichtung. Manchmal starten wir zuerst mit Eltern-Beratung, und das Kind kommt später dazu. Druck funktioniert in der Therapie ohnehin nicht, Freiwilligkeit schon.

Ist die Therapie auch auf Türkçe möglich?

Ja, auf Deutsch, Türkçe oder English. Gerade für Kinder und Familien mit türkischem Hintergrund ist es oft eine große Erleichterung, wenn emotionale Themen in der Familiensprache Worte finden dürfen.

Woran erkenne ich, dass mein Kind Unterstützung braucht?

Achten Sie auf länger anhaltende Veränderungen: deutlicher Rückzug, Ängste, Schlaf- oder Schulprobleme, häufige Körperbeschwerden ohne Befund oder ein starker Stimmungswandel. Wenn Sie unsicher sind, hilft ein erstes Gespräch, die Lage einzuordnen. Sie müssen das nicht allein bewerten.

Der erste Schritt darf klein sein.
Sie müssen ihn nicht allein gehen.

+43 664 4190311 · info@praxis-alan.at · Antwort binnen 24 h werktags