Häufige Fragen
Ehrliche Antworten, bevor Sie fragen müssen
Hier finden Sie die häufigsten Fragen rund um Psychotherapie in der Praxis Alan, 1060 Wien — zu Kosten und Kassenzuschuss (Stand 2026), Ablauf, Methode und Vertraulichkeit. Ihre Frage fehlt? Schreiben Sie mir.
Teil 1
Was kostet Psychotherapie — und was zahlt die Kasse?
Was kostet eine Psychotherapie-Sitzung 2026?
Eine Einzelsitzung (50 Minuten) kostet 130 Euro, eine Doppelsitzung für Paare und Familien (100 Minuten) 180 Euro. Alle weiteren Tarife (Elternberatung, Hypnose, Supervision) finden Sie auf der Kosten-Seite. (Praxis Alan, Stand 2026)
Wie viel bekomme ich von der Krankenkasse zurück?
Pro Einheit: ÖGK 33,70 €, BVAEB 50,20 €, SVS 50,00 € (Stand 2026). Bei einer Einzelsitzung um 130 € liegt Ihr Eigenanteil damit zwischen rund 80 und 96 Euro — vorausgesetzt, eine krankheitswertige Störung ist ärztlich bestätigt.
Was ist der Unterschied zwischen Kassenplatz und Wahltherapeutin?
Ein vollfinanzierter Kassenplatz kostet Sie nichts, hat aber in Wien oft Monate Wartezeit. Als Wahltherapeutin biete ich zeitnah Termine; Sie zahlen privat und erhalten den Kassenzuschuss zurück.
Brauche ich eine Diagnose?
Nur wenn Sie den Kassenzuschuss beantragen möchten — dann verlangt die Kasse eine krankheitswertige Diagnose. Für die Therapie selbst brauchen Sie keine: Der Wunsch, etwas zu verändern, genügt.
Wie kann ich bezahlen?
In der Praxis bar oder mit Karte, direkt nach der Sitzung — Sie erhalten eine Honorarnote. Online-Sitzungen bezahlen Sie vorab per Karte über Stripe; je nach Gerät können Apple Pay, Google Pay oder Link verfügbar sein.
Gibt es einen Sozialtarif?
Ja, es steht ein vergünstigtes Kontingent an Sozial- und Studierendenplätzen zur Verfügung. Sprechen Sie mich einfach darauf an — auch Ratenzahlung ist auf Anfrage möglich.
Teil 2
Wie läuft eine Therapie ab?
Wie läuft das Erstgespräch ab?
Wir nehmen uns 50 Minuten Zeit (130 €). Sie erzählen, was Sie beschäftigt — so viel oder so wenig, wie sich richtig anfühlt. Ich höre zu, stelle Fragen, und am Ende besprechen wir, ob und wie es weitergehen kann. Sie müssen sich danach für nichts entscheiden.
Brauche ich für eine Psychotherapie eine Überweisung?
Nein. Sie können sich direkt an mich wenden, ganz ohne Überweisung. Nur wenn Sie den Kassenzuschuss beantragen möchten, brauchen Sie spätestens vor der zweiten Sitzung eine ärztliche Bestätigung, dass Psychotherapie aus medizinischen Gründen notwendig ist.
Wann ist eine Psychotherapie abgeschlossen?
Wenn das erreicht ist, was Sie sich vorgenommen haben — das entscheiden Sie. Wir überprüfen den Verlauf regelmäßig gemeinsam; viele beenden die Therapie, wenn sich ihr Anliegen spürbar verbessert hat, und manche kommen später punktuell wieder. Am Ende schauen wir gemeinsam zurück auf das, was Sie erreicht haben.
Wie oft finden Sitzungen statt?
Meist wöchentlich oder 14-tägig. Gerade die ersten 6–8 Einheiten profitieren von Regelmäßigkeit; danach passen wir den Rhythmus an Ihren Prozess an.
Wie viele Sitzungen brauche ich insgesamt?
Eine Kurzzeitbegleitung umfasst typischerweise 10 bis 25 Einheiten, eine längere prozessorientierte Therapie kann über ein bis zwei Jahre laufen. Wir überprüfen den Verlauf regelmäßig gemeinsam.
Was gilt bei Absagen?
Terminabsagen bis 24 Stunden vorher sind kostenfrei. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen ist das Honorar nur zu zahlen, soweit der Termin nicht anderweitig vergeben werden kann; ersparte Aufwendungen werden angerechnet. Bei ärztlichem Attest entfällt die Verrechnung.
Wie funktioniert Online-Therapie?
Per Video, ortsunabhängig — Sie buchen und bezahlen den Termin direkt über diese Website und erhalten den Zugangslink rechtzeitig vor dem Termin per E-Mail. Der Kassenzuschuss gilt auch online.
Kann ich ohne konkretes „Problem" kommen?
Ja. Viele Menschen kommen zur Standortbestimmung, für persönliche Weiterentwicklung oder zur Prävention — bevor sich etwas verfestigt. Genau das ist der systemische Gedanke der frühzeitigen Stabilisierung.
Teil 3
Wie arbeite ich — und was ist Systemik?
Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist ein gesetzlich geregeltes, wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren für seelische Belastungen und Erkrankungen. Im geschützten Gespräch verstehen wir gemeinsam, was Sie belastet, und erarbeiten Veränderungen, die im Alltag tragen. Ich arbeite dabei systemisch: Ihr Anliegen wird im Zusammenhang mit Ihren Beziehungen und Lebensumständen betrachtet.
Bei welchen Problemen ist Psychotherapie ratsam und sinnvoll?
Zum Beispiel bei Depressionen, Ängsten und Panik, Stress und Erschöpfung, Trauma, Trauer, Schlafstörungen, Essstörungen, psychosomatischen und chronischen Schmerzen — sowie bei Konflikten in Paarbeziehung und Familie. Auch ohne Diagnose kann Therapie sinnvoll sein: zur Standortbestimmung, Prävention oder persönlichen Weiterentwicklung.
Was ist Systemische Familientherapie?
Eine wissenschaftlich anerkannte Psychotherapiemethode, die seelische Themen im Zusammenhang mit Beziehungen und Lebensumständen versteht. Statt nur auf ein Symptom zu schauen, fragen wir: Was hält es aufrecht — und was wäre eine gute Lösung?
Muss meine Familie in die Therapie mitkommen?
Nein. Systemisch heißt, Zusammenhänge mitzudenken — nicht, dass alle anwesend sein müssen. Einzeltherapie ist genauso systemisch wie Familientherapie.
Was unterscheidet Systemik von Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse?
Die Systemik schaut auf Beziehungen und Wechselwirkungen im Hier-und-Jetzt und arbeitet stark lösungsorientiert — meist kürzer als eine Psychoanalyse und weniger übungsbasiert als Verhaltenstherapie. Welche Methode passt, klären wir im Erstgespräch.
Wann kommt medizinische Hypnose zum Einsatz?
Ergänzend zur Psychotherapie — etwa bei chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, Prüfungsangst oder Stress. Ich habe die Weiterbildung an der MedUni Wien absolviert; Hypnose ersetzt keine Therapie, sie vertieft sie.
Woher weiß ich, ob Psychotherapie das Richtige ist?
Wenn Belastungen länger anhalten, sich wiederholen oder Ihren Alltag einschränken, ist ein Erstgespräch sinnvoll. Dort klären wir ehrlich, ob Psychotherapie hilft — oder etwas anderes gerade passender wäre.
Teil 4
Wer begleitet Sie — und wie vertraulich ist das?
Welche Ausbildung hat Şenay Alan-Mentes?
Magisterium und Bakkalaureat der Psychotherapiewissenschaften (SFU Wien), Fachspezifikum Systemische Familientherapie (ÖAS) und eine Weiterbildung in Medizinischer Hypnose (MedUni Wien); die Weiterbildung in Säuglings-/Kinder- & Jugendlichenpsychotherapie läuft derzeit. Eingetragen in die BMSGPK-Berufsliste (Nr. 14870).
In welchen Sprachen ist Therapie möglich?
Auf Deutsch, Türkçe und English — kultursensibel und ohne Aufpreis. Gerade in belastenden Phasen hilft es, in der eigenen Muttersprache sprechen zu können.
Was bedeutet „kultursensibler Zugang"?
Ich denke Migrations-, Familien- und Kulturgeschichten aktiv mit — Werte, Rollenbilder, Loyalitäten zwischen zwei Welten. Echte Verständigung ist für mich der Beginn wirksamer Behandlung.
Ist alles, was ich erzähle, vertraulich?
Ja — ich unterliege der strengen Verschwiegenheitspflicht nach § 45 PThG 2024. Sie gilt auch gegenüber Angehörigen, Ärzt*innen und Behörden, soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht.
Was mache ich in einer akuten Krise?
Bitte warten Sie nicht auf einen Termin: Rettung 144, Telefonseelsorge 142 (rund um die Uhr, kostenlos, anonym), Sozialpsychiatrischer Notdienst 01 313 30, Kriseninterventionszentrum 01 406 95 95.