Methode · Wien 1060
Systemische Therapie in Wien: den Menschen im Kontext verstehen.
Systemische Therapie ist eine wissenschaftlich anerkannte Form der Psychotherapie, die Sie im Geflecht Ihrer Beziehungen betrachtet, nicht isoliert. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage „Was stimmt mit Ihnen nicht?", sondern „In welchem Zusammenhang entsteht das, was Sie belastet, und was hält es aufrecht?"
In meiner Praxis in 1060 Wien arbeite ich systemisch und ressourcenorientiert. Das heißt: Ich nehme Ihr Anliegen ernst, ohne Sie auf ein Symptom zu reduzieren. Wir schauen gemeinsam auf Muster, Beziehungen und auf das, was bereits trägt.
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Was ist systemische Psychotherapie?
Die systemische Therapie hat ihre Wurzeln in der Familientherapie. Ihr Grundgedanke ist einfach: Kein Mensch lebt für sich allein. Wir stehen in Beziehung zu Partnerinnen und Partnern, Familie, Arbeit, Herkunft und Kultur. Was sich als Beschwerde zeigt, etwa Niedergeschlagenheit, Angst oder ein wiederkehrender Streit, hat fast immer einen Ort in diesem Beziehungsgeflecht.
Statt eine Ursache in der Vergangenheit zu suchen und festzuschreiben, frage ich, wie ein Problem im Hier und Jetzt zusammenwirkt: Wer reagiert wie? Welche unausgesprochene Regel ist im Spiel? Welche gute Absicht steckt vielleicht hinter einem Verhalten, das nach außen hin schadet? Aus diesem Blickwinkel ist Veränderung möglich, sobald sich an einer Stelle des Musters etwas bewegt.
Die Grundannahmen, von denen ich ausgehe
- Der Mensch im Kontext. Symptome sind oft sinnvolle Antworten auf eine schwierige Situation, keine Defekte. Ich frage nach dem Zusammenhang, nicht nur nach dem Etikett.
- Beziehungen und Muster. Vieles, was wir tun, geschieht in eingespielten Schleifen. Wenn ein Muster sichtbar wird, lässt es sich auch verändern.
- Ressourcen statt Defizite. Sie bringen Fähigkeiten und Bewältigungswege mit, die in der Belastung oft aus dem Blick geraten. Diese Stärken machen wir gemeinsam wieder nutzbar.
- Sie sind Expertin oder Experte für Ihr Leben. Ich gebe keine fertigen Lösungen vor. Ich stelle Fragen, biete Außenblick und Struktur, damit Sie Ihren eigenen Weg finden.
- Mehrere Sichtweisen sind erlaubt. Es gibt selten nur eine Wahrheit. Verschiedene Perspektiven nebeneinander zu sehen, schafft Bewegung.
Vielleicht erkennen Sie sich wieder
Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Anlässen zu mir. Sie merken vielleicht, dass derselbe Konflikt mit Ihrem Partner immer wieder gleich abläuft. Oder Sie fühlen sich erschöpft und wissen nicht recht, woran es liegt. Manche spüren, dass eine alte Familiengeschichte bis in ihr heutiges Leben hineinwirkt.
Andere stehen vor einer Entscheidung, einem Übergang oder einer Krise und wünschen sich einen Raum, in dem sie sortieren können. Systemische Therapie eignet sich für all diese Anliegen, weil sie nicht beim Symptom stehen bleibt, sondern fragt, wie Ihr Leben und Ihre Beziehungen gerade zusammenspielen.
Wie eine systemische Sitzung bei mir abläuft
Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten im Einzelsetting, bei Paaren und Familien 100 Minuten. Wir beginnen mit einem klaren Auftrag: Was wäre für Sie ein gutes Ergebnis? Daran orientiert sich die gemeinsame Arbeit.
Im Gespräch nutze ich erprobte systemische Methoden, immer behutsam und in Ihrem Tempo:
- Zirkuläre Fragen öffnen neue Perspektiven, etwa: Was würde Ihre Tochter sagen, wie es Ihnen geht?
- Genogramm und Aufstellung mit Figuren machen Beziehungen und Familiengeschichte sichtbar.
- Lösungs- und ressourcenfokussierte Techniken richten den Blick auf das, was schon gelingt.
- Reframing hilft, ein festgefahrenes Thema in einem neuen Licht zu sehen.
Alle 10 Einheiten halten wir kurz inne und besprechen den Verlauf. Sie behalten jederzeit die Steuerung darüber, wie weit und wie schnell wir gehen.
Für wen systemische Therapie geeignet ist
Systemische Therapie ist für Einzelpersonen, Paare und Familien gleichermaßen geeignet und für alle Altersgruppen, von Kindern bis zu älteren Menschen. Sie wird bei einem breiten Spektrum an Anliegen eingesetzt, etwa bei depressiven Verstimmungen, Ängsten, Belastung nach einem Verlust, Beziehungs- und Familienkonflikten oder anhaltendem Stress.
Wichtig ist mir, ehrlich zu sein: Systemische Therapie ist kein Wundermittel und kein Versprechen auf ein bestimmtes Ergebnis. Sie ist ein verlässlicher Rahmen, in dem Sie ausprobieren und Schritt für Schritt verändern können. Ob sie zu Ihrem Anliegen passt, finden wir im Erstgespräch gemeinsam heraus.
Kosten und Kassenzuschuss
Ich bin Wahltherapeutin. Eine Einzelsitzung kostet 130 Euro für 50 Minuten, eine Doppelsitzung für Paar, Familie oder Gruppe 180 Euro für 100 Minuten (Stand 2026).
Liegt eine krankheitswertige psychische Belastung vor, erstattet Ihre Krankenkasse einen Teil zurück: ÖGK 33,70 €, BVAEB 50,20 €, SVS 50,00 € pro Sitzung. Sie bezahlen zunächst privat und reichen die Honorarnote bei Ihrer Kasse ein. Ein Sozial- und Studierendentarif ist in begrenztem Umfang auf Anfrage möglich. Den genauen Ablauf besprechen wir im Erstgespräch.
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Die häufigsten Fragen zu diesem Thema — kurz und ehrlich beantwortet.
Was ist systemische Therapie einfach erklärt?
Systemische Therapie ist eine wissenschaftlich anerkannte Psychotherapie, die Sie im Kontext Ihrer Beziehungen betrachtet, nicht isoliert. Statt nach Schuld oder Defekten zu suchen, schauen wir, wie ein Problem im Zusammenspiel von Familie, Partnerschaft, Arbeit und Herkunft entsteht und was es aufrechterhält. Verändert sich an einer Stelle dieses Musters etwas, wird Bewegung möglich.
Was ist der Unterschied zur Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse?
Die Verhaltenstherapie arbeitet stark am konkreten Verhalten und an Denkmustern, die Psychoanalyse an unbewussten Konflikten aus der Vergangenheit. Die systemische Therapie richtet den Blick auf das Beziehungsgeflecht und auf Muster im Hier und Jetzt und stärkt vorhandene Ressourcen. Alle drei sind in Österreich anerkannte Verfahren. Welches passt, hängt von Ihrem Anliegen ab.
Muss bei systemischer Therapie immer die ganze Familie kommen?
Nein. Systemisch heißt, in Beziehungen zu denken, nicht zwingend, mit allen gemeinsam zu arbeiten. Viele Menschen kommen allein. Wenn es sinnvoll ist, kann ich weitere Personen einbeziehen, aber das entscheiden wir gemeinsam und nie über Ihren Kopf hinweg.
Für wen ist systemische Therapie geeignet?
Für Einzelpersonen, Paare und Familien jeden Alters. Sie wird bei vielen Anliegen eingesetzt, etwa Niedergeschlagenheit, Ängsten, Trauer, Beziehungs- und Familienkonflikten, Lebenskrisen oder anhaltendem Stress. Ob sie zu Ihrem Anliegen passt, klären wir unverbindlich im Erstgespräch.
Was kostet eine systemische Therapie in Wien?
Eine Einzelsitzung kostet bei mir 130 Euro für 50 Minuten, eine Doppelsitzung für Paar oder Familie 180 Euro für 100 Minuten (Stand 2026). Ein Sozial- und Studierendentarif ist in begrenztem Umfang auf Anfrage möglich.
Übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten?
Als Wahltherapeutin rechne ich privat ab. Bei einer krankheitswertigen psychischen Belastung erstattet Ihre Kasse einen Teil zurück: ÖGK 33,70 €, BVAEB 50,20 €, SVS 50,00 € pro Sitzung (Stand 2026). Sie bezahlen zunächst selbst und reichen die Honorarnote ein. Den Ablauf besprechen wir im Erstgespräch.
Der erste Schritt darf klein sein.
Sie müssen ihn nicht allein gehen.
+43 664 4190311 · info@praxis-alan.at · Antwort binnen 48 h werktags