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Psychotherapie in den Wechseljahren
Die Wechseljahre (Prämenopause und Menopause) können neben körperlichen Symptomen auch Stimmungsschwankungen, Ängste, Schlafstörungen und Identitätsfragen auslösen. Psychotherapie unterstützt Frauen in dieser Lebensphase, Veränderungen einzuordnen und neue Stabilität zu finden. Die Praxis Alan in 1060 Wien bietet dazu systemische Einzeltherapie auf Deutsch, Türkçe und English.
Viele Frauen haben gelernt, diese Phase still zu ertragen. In meiner Praxis darf sie besprochen werden — offen, ohne Bewertung und mit Blick auf das, was sich insgesamt verändert.
Erstgespräch unverbindlich · Deutsch · Türkçe · English
Wie wirken sich die Wechseljahre auf die Psyche aus?
Die hormonelle Umstellung in der Prämenopause und Menopause bringt häufig neben körperlichen auch emotionale und psychische Veränderungen mit sich. Viele Frauen haben gelernt, diese Phase still zu ertragen oder als rein „weibliches Problem" abzutun — geprägt durch gesellschaftliche Erwartungen, die wenig Raum für offenes Sprechen darüber lassen.
Dabei ist das, was sich verändert, real und ernst zu nehmen: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Ängste, die scheinbar aus dem Nichts kommen, Schlafstörungen, Erschöpfung — und oft die leise Frage: „Bin das noch ich?" Diese Reaktionen sind keine Einbildung und kein Zeichen von Schwäche. Sie sind nachvollziehbare Antworten auf eine Lebensphase, in der sich vieles gleichzeitig bewegt.
Wann ist Psychotherapie in den Wechseljahren sinnvoll?
Nicht jede Frau braucht in dieser Phase Therapie. Ein guter Anlass ist, wenn die Belastung über Wochen anhält und den Alltag bestimmt: wenn die Stimmung dauerhaft kippt, der Schlaf nicht mehr trägt, Ängste größer werden oder Sie sich in Ihrer eigenen Haut fremd fühlen. Auch wenn Beziehungen unter der Gereiztheit leiden oder alte, unerledigte Themen plötzlich wieder aufbrechen, kann ein geschützter Raum helfen.
In der Therapie schauen wir gemeinsam auf das gesamte Bild: auf die hormonelle Veränderung und auf das, was sich in dieser Lebensphase insgesamt verschiebt — in der Identität, in Beziehungen und im Selbstbild. Denn die Wechseljahre fallen oft mit anderen Übergängen zusammen: Kinder ziehen aus, Eltern werden pflegebedürftig, berufliche Rollen verschieben sich. Vieles davon verdient mehr als stilles Ertragen.
Was ist der Unterschied zwischen Prämenopause und Menopause?
Die Prämenopause (auch Perimenopause) bezeichnet die Jahre vor der letzten Regelblutung, in denen die Hormonproduktion allmählich schwankt — oft schon ab Anfang bis Mitte 40. Viele psychische Symptome wie Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme und Reizbarkeit beginnen genau in dieser Übergangszeit, werden aber selten damit in Verbindung gebracht. Die Menopause ist die letzte Regelblutung selbst; danach spricht man von der Postmenopause.
Für die Therapie ist die genaue Einordnung zweitrangig — wichtig ist sie aber, um zu verstehen: Wenn Sie sich „zu jung für die Wechseljahre" fühlen und trotzdem merken, dass sich etwas verändert, sind Sie damit nicht allein. Die medizinische Abklärung gehört zu Ihrer Gynäkologin; die seelische Ebene bekommt bei mir Raum.
Hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen und Stimmungstiefs?
Ja — Psychotherapie kann in dieser Phase auf mehreren Ebenen unterstützen. Wir sortieren, was gerade zusammenkommt, und entlasten den Druck, überall funktionieren zu müssen. Wir arbeiten an den Gedankenkreisläufen, die nachts wachhalten, und an einem Selbstbild, das nicht an Jugend und Leistungsfähigkeit hängt. Bei Schlafstörungen kann ergänzend die medizinische Hypnose helfen, das Anspannungsniveau zu senken.
Wichtig ist mir die ehrliche Einordnung: Psychotherapie ersetzt keine gynäkologische oder hormonelle Behandlung — sie ergänzt sie. Ob eine medizinische Therapie sinnvoll ist, klären Sie mit Ihrer Ärztin; ich arbeite gerne begleitend dazu. Und bei anhaltender Niedergeschlagenheit prüfen wir gemeinsam, ob sich hinter dem „Stimmungstief" eine Depression entwickelt hat, die eigene Aufmerksamkeit verdient.
Zahlt die Krankenkasse einen Zuschuss?
Eine Einzelsitzung kostet 130 Euro für 50 Minuten (Stand 2026). Ich bin Wahltherapeutin: Sie bezahlen zunächst privat. Liegt eine krankheitswertige psychische Störung vor, etwa eine depressive Episode oder eine Angststörung, erstattet Ihre Krankenkasse nach ärztlicher Bestätigung einen Teil zurück: ÖGK 33,70 €, BVAEB 50,20 €, SVS 50,00 € pro Einheit (Stand 2026).
Wechseljahresbeschwerden allein gelten nicht automatisch als krankheitswertig — ob die Voraussetzungen bei Ihnen erfüllt sind, klären wir transparent im Erstgespräch.
„Das, was die Gesellschaft krankes oder schlechtes Verhalten nennt,ist in Wirklichkeit der Versuch des gekränkten Menschen,die bestehende Verwirrung zu signalisieren und um Hilfe zu rufen."
Häufige Fragen
Was Sie wissen möchten
Die häufigsten Fragen zu diesem Thema — kurz und ehrlich beantwortet.
Können die Wechseljahre psychische Beschwerden auslösen?
Ja. Die hormonelle Umstellung in Prämenopause und Menopause kann Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Ängste und Schlafstörungen mit sich bringen — oft schon Jahre vor der letzten Regelblutung. Diese Beschwerden sind real und keine Einbildung. Psychotherapie hilft, sie einzuordnen und neue Stabilität zu finden.
Was kostet Psychotherapie in den Wechseljahren in Wien?
Eine Einzelsitzung kostet 130 Euro für 50 Minuten (Stand 2026). Als Wahltherapeutin rechne ich privat ab; bei einer krankheitswertigen Störung wie einer depressiven Episode erstattet die Kasse einen Teil: ÖGK 33,70 €, BVAEB 50,20 €, SVS 50,00 € pro Einheit.
Woher weiß ich, ob es die Hormone sind oder eine Depression?
Das lässt sich ohne Abklärung nicht sicher trennen — beides kann sich überlagern. Sinnvoll ist der doppelte Blick: die medizinische Abklärung bei Ihrer Gynäkologin oder Hausärztin und die seelische Ebene in der Therapie. Ich arbeite gerne begleitend zur ärztlichen Behandlung.
Ersetzt Psychotherapie eine Hormonbehandlung?
Nein. Psychotherapie ersetzt keine gynäkologische oder hormonelle Behandlung — sie ergänzt sie. Ob eine medizinische Therapie für Sie passt, entscheiden Sie mit Ihrer Ärztin. In der Therapie bekommen Identität, Beziehungen und Selbstbild den Raum, den Hormonwerte nicht abbilden.
Ich fühle mich zu jung für die Wechseljahre — kann es trotzdem die Prämenopause sein?
Ja. Die Prämenopause kann schon ab Anfang bis Mitte 40 beginnen, oft mit psychischen Symptomen vor den körperlichen. Viele Frauen suchen jahrelang nach anderen Erklärungen. Ein offenes Gespräch, therapeutisch wie ärztlich, bringt hier oft die erste Entlastung.
In welcher Sprache kann ich über diese Themen sprechen?
Auf Deutsch, Türkçe oder English — ohne Aufpreis, in der Praxis in 1060 Wien oder online. Gerade bei Themen, über die gesellschaftlich wenig gesprochen wird, hilft die Sprache, in der Sie sich am sichersten fühlen.
Der erste Schritt darf klein sein.
Sie müssen ihn nicht allein gehen.
+43 664 4190311 · info@praxis-alan.at · Antwort binnen 24 h werktags